YED BE YED Logo – zwei Hände halten sich, Schrift Hand in Hand, Schulprojekt im Tschad

Humanitäre- und Entwicklungsorganisation – HEO e.V.

YED BE YED – Hand in Hand

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Februar 2026

Liebe Patin, lieber Pate! Heute möchte ich Ihnen einen kleinen Überblick über meine Reise nach Kélo im Süden des Tschad aufzeigen.

16.–30. Januar 2026Kélo, Tschad
16. Januar 2026

Aufbruch in Berlin

Am 16.1.26 um 4 Uhr in der Frühe treffen Mohamad Ali und ich uns am Flughafen Berlin, um unsere spannende Reise zu starten.

Der Flug geht reibungslos (an diesem Tag war das Wetter uns wohlgesonnen in Berlin) über Istanbul nach N'Djamena, der Hauptstadt vom Tschad, wo wir am Abend eintreffen. Nachts kommt es auf den Straßen häufig zu räuberischen Übergriffen, weshalb es gefährlich ist, in der Nacht eine Überlandfahrt zu machen. Wir starten am nächsten Morgen, Samstag, dem 17.1.26 um 8 Uhr in Richtung Süden.

Marita Hoffmann-Durben und Mohamad Ali am Flughafen Berlin BER mit Koffern – Beginn der Reise nach Kélo, Tschad am 16. Januar 2026
Samstag, 17. Januar 2026

400 km durch den Tschad

Da die Straße im letzten Jahr größtenteils asphaltiert wurde, können wir die Fahrt entspannt antreten. Die ungefähr 400 km weite Fahrt ist abwechslungsreich. Die Straße durch den Tschad führt von N'Djamena bis nach Kamerun und wird als Transitstrecke für viele Güter genutzt. Direkt am Straßenrand siedeln kleine Ortschaften an. Dort fährt man dann mitten durch die Märkte.

Hier ein paar Impressionen:

Blick aus dem Autofenster auf einen Straßenmarkt – bunte Gasflaschen und Waren am Straßenrand einer Ortschaft auf dem Weg nach Kélo
Marktstand in einer Ortschaft auf der Transitstrecke – Brot und Waren auf Tischen, Toyota-Pickup im Vordergrund
Lehmhäuser und Palmen entlang der Transitstraße durch den Tschad – kleine Ortschaft direkt am Straßenrand
Kamelkarawane überquert die asphaltierte Transitstraße in der Savanne des Tschad – Tiere werden von Hirten geführt

Neben dieser Kamelherde bewegen sich häufig auch Ziegen- und Rinderherden auf der Straße.

Am Abend in Kélo angekommen, werden wir herzlich von Issas Familie und einigen Freunden und Bekannten begrüßt. Bei einem köstlichen afrikanischen Abendessen können wir uns von der Fahrt erholen.

Sonntag, 18. Januar 2026

Hotel LA PLANTATION & erste Begegnungen

Mohamad Ali und ich frühstücken (es gibt nur Baguette und Omelette im Hotel) am Sonntagmorgen schon in unserem kleinen Hotel LA PLANTATION. Es wird durch Security bewacht und hat einen gepflegten Außenbereich. Bei einigen Mitarbeitern sind wir schon bekannt. Ein junger Mann arbeitet hier im Garten und manchmal sieht man ihn auch in einer Wanne Wäsche waschen.

In diesem netten Schattenbereich kann man es auch bei 37–40 Grad Hitze gut aushalten. Unser morgentliches Frühstück und unsere organisatorischen Besprechungen finden hier tagsüber und abends statt.

Unser Sonntag ist mit dem Kennenlernen der zukünftigen Direktoren ausgefüllt. Jeden Tag gegen 17–18 Uhr fahren wir mit Issa zu einem gemeinsamen Essen in seinem Garten. Safia, seine Frau, bereitet dieses mit ein paar Helferinnen mit viel Liebe zu. Auch hier kommt es dann oft zu Besuchen von Menschen, die einfach nur Hände schütteln und uns kennenlernen möchten.

Innenhof des Hotels LA PLANTATION in Kélo – gepflegter Schattenbereich mit gelbem Interieur und Holzmöbeln, Treffpunkt für Morgenbesprechungen
Eidechse auf rotem Wüstensand im Außenbereich des Hotels LA PLANTATION in Kélo – viele Geckos beleben den Hof

Viele große und kleine Geckos flitzen hin und her.

Issa Maddo mit seinem kleinen Kind auf dem Schoß vor einer Lehmziegelmauer in Kélo – sein Garten wurde täglich zum Treffpunkt für die Gruppe

Der Garten von Issa wird von Kindern zum Tummelplatz gemacht.

Montag, 19. Januar 2026

Behördengänge & Willkommen in der Schule

Heute stehen uns in der Frühe einige Behördengänge bevor. Neben der wichtigen Anmeldung mit meinen Unterlagen beim Bürgermeisteramt stellen wir uns als Verein bei der Schulbehörde sowie beim Standesamt vor. Mit dabei sind schon unsere drei Direktoren von YED BE YED. (Hierüber später mehr)

Im Anschluss daran geht es zur Schule, worauf ich mich sehr freue. Hier werden wir überrascht von Lehrern und Kindern. Jede der 9 Klassen (2 Klassen wurden während der Übergangsphase wegen der Vielzahl an Schülern auf unseren Wunsch hin geteilt) stellt sich mit dem jeweiligen Lehrern der Klasse vor. Mit englischen Texten und kleinen Vorführungen werden wir dort von den Kindern begrüßt.

Alle Schülerinnen und Schüler der Schule YED BE YED angetreten im Schulhof in Kélo – über 500 Kinder in grau-blauen Schuluniformen vor dem Schulgebäude
Marita Hoffmann-Durben in türkisem Kleid mitten in einer jubelnden Menschenmenge von Hunderten Schulkindern auf dem Hof der YED BE YED-Schule in Kélo
Marita Hoffmann-Durben sitzt mit vier Kindern der Schule YED BE YED – die Kinder kuscheln und lehnen sich herzlich an sie, Willkommensempfang in Kélo, Januar 2026

Anschließend bespreche ich mit Aboe, einem der Direktoren und zur Zeit dem einzigen englischsprechenden Lehrer, ein kleines Projekt. Margarete, meine 13-jährige Enkeltochter, möchte ein Projekt für ihre Schule gemeinsam mit Schülern von YED BE YED gestalten. Wir terminieren eine Einübung eines deutschsprachigen Morgengrußes sowie das Erlernen von kleinen Häkelarbeiten auf einige Nachmittage von 15–17 Uhr.

Dienstag, 20. Januar 2026

Elternbeirat, Bürgermeister & Nachmittagsprojekt

Heute kommen die Eltern der Kinder, der Schulelternbeirat und der Bürgermeister in die Schule. Wir werden vorgestellt und dürfen auch selbst ein paar Sätze zu den Eltern sprechen. Im Anschluss daran begrüßen uns einige Eltern und tragen Wünsche vor. Einen Wunsch, in den Klassen 6 und 7 mit Computern arbeiten zu dürfen, werden wir versuchen, in der nächsten Zeit zu ermöglichen. Eine junge Frau tritt vor und bittet darum, in einer Art Abendschule gemeinsam mit anderen Frauen Lesen und Schreiben lernen zu dürfen. Darüber habe ich mich sehr gefreut und diesem Projekt sofort zugestimmt.

Vollbesetzte Elternversammlung der YED BE YED-Schule – Väter und Mütter in traditionellen Gewändern sitzen in einem Klassenzimmer mit orangefarbenem Licht
Marita Hoffmann-Durben mit einer großen Gruppe bunt gekleideter Frauen vor dem Schulneubau der YED BE YED-Schule in Kélo – die Frauen haben sich für den Abendkurs angemeldet

Die Frauen freuen sich über die Zusage zum Abendkurs.

Am Nachmittag treffe ich mich mit mehr als 30 Schülern der Klassen 6 und 7 gemeinsam mit dem Englischlehrer Aboe das erste Mal. Die Kinder sind begeistert von dem Projekt mit Margarete. Es wird gehäkelt, gesungen, Deutsch sprechen geübt und getanzt.

Schülerinnen der Klassen 6 und 7 stehen aufgeregt im Klassenzimmer der YED BE YED-Schule beim ersten Treffen des Margarete-Projekts
Lachender Schüler der YED BE YED-Schule trägt stolz eine selbst gehäkelte Mütze auf dem Kopf – im Hintergrund häkeln Mitschüler konzentriert
Zwei Schülerinnen der YED BE YED-Schule häkeln konzentriert in einem hellen Klassenzimmer – Projekt zur Verbindung mit Deutschland
Schülerinnen und Schüler tanzen ausgelassen im Klassenzimmer der YED BE YED-Schule – Lehrerin klatscht im Hintergrund mit, ausgelassene Stimmung
Mittwoch/Donnerstag, 21.–22. Januar 2026

Fahrten nach Moundou

Heute fahren wir nach Moundou zur Bank, um das Konto für die Schule zu verändern, da es in Kélo keine Bank gibt. Außerdem benötigt Mourtada für die Krankenstation ein neues Blutdruckmessgerät. Für die Lagerung der Medikamente ist auch ein Airkonditioner notwendig.

Am Nachmittag gehe ich wieder zum Projekt, wo ich viel Spaß mit den Kindern habe. Wir besprechen, dass wir uns noch zweimal treffen möchten.

Wie gestern fahren wir auch am Donnerstag nach Moundou zur Bank, da einige Unterlagen gefehlt haben. Die Fahrt ist immer ein kleiner Tagesausflug, da wir in Moundou ein paar Bücher besorgen, die wir in Kélo nicht bekommen. Am Abend werden wir reich beschenkt. Die Lehrer und Köchinnen bringen uns Eier, Gemüse und drei Hühner. Vielen Dank für diese Ehre.

Freitag, 23. Januar 2026

Sport, Pläne & das Dreierteam

Als Geschenke für Schule und Kinder wollen wir heute mit dem zukünftigen Sportlehrer besprechen, welche Sportarten er anbieten möchte und welche Materialien er dafür benötigt. Leider können wir diese nicht in Moundou besorgen, da es solche spezifischen Sportgeschäfte nur in der Hauptstadt gibt.

Am Abend besprechen wir mit den Direktoren das weitere Vorgehen in der Schule. Ein Dreierteam zusammen mit Issa und der Schulbehörde hatte die Übergangszeit gemeinsam gemeistert. Mourtada, Deladine und Aboe bewerben sich gemeinsam für die Direktorenposten. Diese drei Männer möchten auch zukünftig gemeinsam arbeiten:

  • Aboe – Englischlehrer für Primär- und Sekundärstufe und Direktor für die Sekundärstufe
  • Deladine – Lehrer und langjähriger Mitarbeiter, Direktor für die Primärstufe
  • Mourtada – Krankenpfleger in unserer Krankenstation und Direktor in der Administration der beiden Stufen
Samstag–Montag, 24.–26. Januar 2026

Freie Tage & Projektabschluss

An diesem Tag haben Mohamad und ich uns frei gegeben für Privates. Ich verbringe den Samstag mit Issa und seiner Familie.

Auch der Sonntag bleibt bis zum Nachmittag ruhig. Nach dem Abendessen bei Safia kommen noch einmal einige Lehrer sowie ein Lehrer, welcher schon wegen des Alters ausgeschieden war, zu Besuch.

Montag steht ein letztes Mal eine Fahrt nach Moundou an. Auch das Projekt mit den Kindern wird am Nachmittag vollendet.

Dienstag, 27. Januar 2026

Abschied von den Kindern & Abschiedsessen

In der Schule wollen wir uns heute von den Kindern verabschieden. Alle Klassen kommen mit den Lehrern zum gemeinsamen Foto vor ihre Klassen. Der Englischlehrer hat mit allen Klassen einen kleinen Text eingeübt.

Salle 1 – Klasse 1 der YED BE YED-Schule mit Marita Hoffmann-Durben und Lehrern beim Abschiedsfoto vor dem Schulgebäude in Kélo

Salle 1

Salle 3 – Klasse 3 der YED BE YED-Schule mit Marita Hoffmann-Durben, Lehrern und Schülerinnen und Schülern vor dem Klassenzimmer in Kélo

Salle 3

Marita Hoffmann-Durben mit dem gesamten Lehrerkollegium der YED BE YED-Schule – Gruppenaufnahme auf dem Schulhof in Kélo vor dem Schulgebäude beim Abschied

Am Nachmittag laden wir zu einem gemeinsamen Abschiedsessen mit unseren Lehrerinnen und Lehrern sowie dem Elternbeirat ein. Wir bedanken uns für die konstruktive Zusammenarbeit in der Schule YED BE YED.

Großes Abschlusstreffen mit Eltern und Lehrern der YED BE YED-Schule – vollbesetztes Klassenzimmer mit traditionell gekleideten Erwachsenen
Marita Hoffmann-Durben umarmt von zwei Kindern beim Abschiedsfest mit bunter Luftballon-Dekoration – herzliche Stimmung beim Abschiedsessen in Kélo
Marita Hoffmann-Durben mit dem Lehrerkollegium der YED BE YED-Schule auf dem Schulhof in Kélo beim Abschied – Schülerinnen und Schüler im Hintergrund
Abschiedsfeier am Abend in Kélo – Marita mit Issas Familie und Freunden am festlich gedeckten Tisch mit Luftballon-Dekoration
Mittwoch, 28. Januar 2026

Letzter Tag in Kélo

Am letzten Tag in Kélo sind wir nach dem Packen noch einmal in Issas Garten und verabschieden uns von Safia, Issa und vielen Kindern.

Marita Hoffmann-Durben und eine tchadische Freundin umarmen sich herzlich unter einem Baum vor einem weißen Toyota-Pickup – letzter Abschiedstag in Kélo
Marita Hoffmann-Durben wird von einer tchadischen Freundin herzlich umarmt vor dem Schulgebäude der YED BE YED-Schule in Kélo – letzter Abschiedstag
Donnerstag/Freitag, 29.–30. Januar 2026

Heimreise

Die beiden langen Reisetage bringen mich dankbar und mit vielen Eindrücken wieder in die Heimat zurück.

Im Rückblick auf diese Reise sowie dem Erleben mit den verantwortlichen Menschen vor Ort, bin ich zuversichtlich, dass unsere Schule auch in Zukunft vielen Kindern Bildung und somit Hoffnung schenkt.

Ihnen allen unseren herzlichen Dank für Ihre Unterstützung

Johannes Hoffmann und Dr. Marita Hoffmann-Durben

Humanitäre- und Entwicklungsorganisation – HEO e.V.

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